Fliegeralphabet nach ICAO Standard

Das internationale Fliegeralphabet nach ICAO Standard

Beim Funkverkehr zwischen Piloten und Flugsicherung oder Bodenkontrolle kommt das Fliegeralphabet zum Einsatz. Dadurch sollten Übertragungsfehler im Funkverkehr vermieden werden. Schließlich können diese gerade in der Luftfahrt verheerende Folgen nach sich ziehen. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen das internationale Fliegeralphabet für die Buchstaben von A bis Z:

 

 

Buchstabe

Fliegeralphabet

Aussprache

A

Alpha

Alfa 

B

Bravo 

Brawo

Charlie

Tscharli 

Delte 

Delta 

Echo 

Ecko 

Foxtrott 

Fockstrott 

Golf

Golf 

Hotel

Hotel 

India 

India 

Juliett 

Tschuliett 

Kilo 

Kilo 

Lima 

Lima 

Mike 

Maik 

November 

November 

Oscar 

Oskar

Papa 

Papa 

Quebeck 

Kwebeck 

Romeo 

Romeo 

Sierra 

Sierra 

Tango 

Tängo 

Uniform 

Iuniform 

Viktor 

Wiktor 

Whiskey 

Wiski 

X-Ray 

Iksräi 

Yankee 

Jänki 

Zulu 

Sulu 

 

Das Fliegeralphabet beginnt mit A wie Alpha und endet mit Z wie Zulu. Die im internationale Flugverkehr gebräuchliche Sprache ist nun einmal englisch. Folglich wurde auch das Fliegeralphabet in englisch gehalten. Allerdings hat man bei der Zusammenstellung extra darauf geachtet, Begriffe zu verwenden, die in möglichst vielen Sprachen gleich ausgesprochen werden. In der letzten Spalte der oben stehenden Tabelle finden Sie deshalb noch zusätzlich einen Hinweis zu Aussprache der jeweiligen Begriffe.

Das Flugalphabet wird nach der Abkürzung für die internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) teilweise auch als ICAO Alphabet bezeichnet. Das Flugalphabet kommt allerdings heutzutage nicht nur im internationalen Flugverkehr, sondern auch in vielen Bereichen zum Einsatz. So wird das Flugalphabet auch im internationalen im internationalen Schifffahrtsverkehr eingesetzt. Außerdem kommt es auch bei militärischen Operationen zum Einsatz. Aus diesem Grund wird alternativ mitunter auch die Bezeichnung NATO Alphabet verwendet.

Historische Entwicklung des ICAO Fliegeralphabet

Zunächst hatte die internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO das Funkalphabet der internationalen Fernmeldeunion ITU übernommen. Man kam bei der ICAO jedoch recht bald zu der Einsicht, dass dieses Alphabet für den internationalen Flugverkehr eher ungeeignet war, da es für nicht englische Muttersprachler nur schwer anzuwenden war. Aus diesem Grund gab die ICAO der University of Montreal den Auftrag ein neues Flugalphabet zu entwickeln, das für nicht englische Muttersprachler besser geeignet war. Dabei wurde Wert darauf gelegt, die die verwendetn Begriffe in möglichst vielen Sprachen gleich ausgesprochen werden. Dieses überarbeitete Alphabet wurde nicht nur von der ICAO, sondern später auch internationale Fernmeldeunion (ITU) sowie der Inter-Governmental Maritime Consultative Organization (IMCO) übernommen.